Sonntag, 16 Dezember 2018 08:15

VLN Herren - Ein fast perfekter Spieltag

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181208 VLN H1 034Am vergangenen Samstag, dem 08.12.18, versammelten sich die Spieler der SG Erfurt electronic zum finalen Spieltag des Jahres 2018 in heimischer Halle. Zu Gast waren diesmal die Mannschaften des VSC 05 Erfurt und VSV 90 Ebeleben. Aufgrund einiger Verletzungen und sowie persönlicher Verhinderungen ergaben sich im Vorfeld des Spieltages einige personelle Engpässe. So kam es schlussendlich dazu, dass die etarmäßigen Diagonalangreifer und Außenannahmespieler Ronny und Nicki auf der Mittelblock- bzw. Liberoposition aushelfen mussten. Dies trieb, aufgrund der famosen Mittelblockhistorie Ronnys, insbesondere den alteingesessenen Electronicern die Sorgenfalten ins Gesicht. Trotz der angesprochenen Problemchen war die Marschrichtung von vornherein klar: Zwei gute Spiele zeigen, maximale Punktausbeute einstreichen!

Nach ausgiebiger Vorbereitung starteten wir hochmotiviert in das erste Spiel gegen den VSC 05 Erfurt. Der erste Satz stellte sich von Beginn an als offener Schlagabtausch beider Teams dar und bot auf beiden Seiten des Spielfeldes gelungene Feldabwehr- und Angriffsaktionen. Beim Stand von 8:7 zu unseren Gunsten, gelang unserem in Fachkreisen „Großen Daniel“ genannten, Mittelblocker eine Aufschlagserie zu deren Ende wir eine 5-Punkteführung vorweisen konnten. Normalerweise muss eine solche Führung lediglich durch die Minimierung eigener Fehler verwaltet werden. Dies gelang jedoch nur bedingt, weshalb es zum Satzende noch einmal spannend werden sollte. Letztendlich konnte nach einer Auszeit des VSC beim Spielstand 24:22 der erste Satzball verwertet werden. Mit einem 0:1 Rückstand nach Sätzen im Rücken, tat sich der Gegner im zweiten Satz sehr schwer und fand nur äußerst mühsam ins Spiel. Im Verlaufe des 2. Satzes gewannen wir im Gegenzug immer mehr Selbstvertrauen und belohnten uns mit wuchtigen Angriffen und einer sicheren Annahme. Besonders erwähnenswert seien hierbei auch die gelungenen Block- und Angriffsaktionen des Diagonalangreifers Tóth, der im zweiten Satz eine eindeutige Empfehlung für den MVP-Award des Spieltages abgab. Im Endeffekt wurde der Satz mit einem Spielstand von 25:9 gewonnen und der Sieg im ersten Spiel war nun greifbar nahe. Auch im dritten Satz starteten wir motiviert und konzentriert. Infolgedessen konnte bereits frühzeitig eine recht sichere Ausgangslage und eine komfortable 12:6 Führung herausgespielt werden. Diese konnte nach einer zwischenzeitlichen Auszeit des VSC, beim Spielstand von 16:9 für die SGE, weiter ausgebaut werden. In letzter Konsequenz entschieden wir auch den 3. Satz für uns und konnten bereits nach insgesamt einer gespielten Stunde zur Jubeltraube „Heimsieg“ anstimmen.

 Im Vorfeld des zweiten Spiels, gegen den Tabellennachbarn VSV 90 Ebeleben, versuchten wir die Konzentration hochzuhalten und die ein oder andere Stärkung einzunehmen (natürlich alles erlaubte und ungelistete Mittel). Dies schien auch ganz gut zu funktionieren, da wir gegen Mitte des ersten Satzes erste Nadelstiche setzen und eine kleine Führung von 4 Punkten unser Eigen nennen konnten (8:4). Grund hierfür war zunächst einmal eine stabile erste Annahme und die Aufschlagserie des behelfsmäßig auf Mitte agierenden Ronny Grabaums. Die konstant aufrecht erhaltene Konzentration und gelungenen Block- und Angriffsaktionen des neu eingewechselten Dia’s Marcel A. sowie druckvolle Aufschläge, bescherten uns am Ende den Gewinn des Satzes 1 (25:16). Hieran konnte auch die vom Kontrahenten genommene Auszeit beim Spielstand von 21:16 nichts mehr ändern. Mit der 1:0 Führung nach Sätzen in der Hinterhand, entwickelte sich der zweite Satz bis zur Satzmitte als durchweg mit offenem Visier geführter Schlagabtausch. Die eventuell einsetzende Müdigkeit, mit Sicherheit jedoch die starke Feldabwehr des VSV 90 Ebeleben, machte es dann unseren Angreifern zunehmend schwerer klare Punkte zu erzielen. In der Folge entwickelten sich z.T. äußerst umkämpfte Ballwechsel, die jedoch vermehrt zu Gunsten des Gasts entschieden worden. Die Ebelebener belohnten sich für ihre Mühen und sicherten sich verdienterweise Satz 2 (19:25). Ein ebenso umkämpfter und in nahezu allen Phasen spannender Satz 3 gesellte sich infolge mangelnder Durchschlagskraft und ausbaufähiger Feldabwehr auf das Punktekonto der Kontrahenten (24:26). Mit dem Rücken zur Wand und dem Mute der Verzweifelten, sicher aber auch beflügelt durch das Erscheinen einiger Spielerinnen der Damen I auf den Zuschauerrängen, spielten wir im 4. Satz befreiter auf und leisteten uns dabei weniger Eigenfehler. Infolge dynamischer Angriffe und zweier Aufschlagserien durch die Spieler Grabaum und Tóth gelang es uns in der zweiten Satzhälfte ein zwischenzeitliches Punktepolster von +8 aufzubauen. Diesen Vorsprung ließen wir uns dann auch nicht mehr nehmen, weshalb Satz 4 am Ende auch verdient 25:18 an die SGE ging. Beflügelt durch den vorherigen Satzgewinn konnten wir uns im alles entscheidenden Tiebreak recht frühzeitig absetzen und wechselten beim Spielstand von 8:3 die Seiten. Vielleicht aufgrund der klimatischen Gegebenheiten auf der anderen Feldhälfte, vielleicht aber auch bedingt durch die Strapazen der 7 zuvor gespielten Sätze, gestaltete sich die zweite Satzhälfte hingegen etwas schwieriger für uns. So geschah es dann auch, dass die Gäste des VSV 90 nochmals ihre Chance auf den Spielgewinn witterten und Trainer Cao zur vollen Ausschöpfung der zwei Auszeiten (11:7 / 14:12) zwangen. Letztendlich galt es noch einmal allen Mut aufzubringen und „Das Ding“ nach Hause zu holen. Dies gelang uns dann auch infolge des letzten genannten Timeouts. Also nochmals: Jubeltraube bilden und den doppelten „Heimsieg“ feiern.

Das Fazit des Spieltages lautet also: 5 von 6 Punkten geholt, den Anschluss an „den Platz an der Sonne“ gewahrt und Moral bewiesen. Ein fast perfekter Spieltag eben. Zum Spieler des Spieltages, neudeutsch MVP genannt, wurde Niki Stoof von der Mannschaft gewählt. Wir gratulieren! Hast du dir verdient alte Abwehrkatze!

Die Mannschaft der Herren I dankt allen Zuschauern und den angereisten Mannschaften aus Erfurt und Ebeleben. Das Team wünscht allen ein frohes Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch in 2019!

SG Erfurt electronic

Weitere Informationen

  • Mannschaft:: Tóth, Stoof [L], Häusler, Adolph, Cao [T], Eckers [K], Grabaum, Hennig, Köhler, Raschke
  • Most Valuable Player [wertvollster Spieler]: Nikolaus Stoof [L]
Gelesen 1735 mal Letzte Änderung am Sonntag, 16 Dezember 2018 08:42

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