Montag, 19 November 2018 18:03

RLO Damen - An manchen Tagen hast du einfach die Sch…. an den Pfoten

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Dieser Ausspruch einer uns allen bekannten Spielerin beschreibt den Auswärtsspieltag der Damen I bei den USV Vimodrom Volleys Jena am vergangenen Sonntag vorzüglich.

Aber von vorne: Die Vorzeichen für unserer Spiel am 18.11.2018 in Jena standen nicht gut. Unser Kapitän Christel und einige weitere Spielerinnen mussten für dieses Spiel leider passen und Pussel, als zweite Zuspielerin, lag die Woche über mit Erkältung flach und konnte nicht am Training teilnehmen. So ließ sich unsere Ramona (Kapitänin der letzten Saison) nicht lange bitten und unterstützte uns im Training und fuhr als Reserve auch zum Spieltag nach Jena mit. Noch mal tausend Dank dafür. Um 17 Uhr starteten wir trotzdem zuversichtlich in der Aufstellung Pussel, Jana, Lolle, Isa, Jule, Bine und Libera Anke in den 1. Satz. Und es lief erstaunlich gut. Zwar bremsten uns einige Abstimmungsprobleme immer wieder etwas aus, doch lagen wir stets in Führung (9:4; 16:8). Jena agierte noch äußerst verhalten und wackelte sehr in der Annahme. Mit 25:12 gewannen wir mühelos Durchgang Nummer 1. In gleicher Aufstellung ging es nach dem Seitenwechsel zurück aufs Feld. Was auch immer Heimtrainer Sebastian Malinowski seinen Mädels in der Satzpause gesagt hatte, es wirkte wie ein Weckruf für seine Mannschaft. Sie schlugen jetzt mutig und äußerst druckvoll auf und zerlegten unsere Annahme völlig. Trainer Raphael Cao holte seine Mädels beim 2:7 das erste Mal vom Feld und versuchte mit mahnenden Worten die Ordnung im Team wiederherzustellen. Doch es half nichts. Beim 3:9 brachte er Mittelblockerin Lisa im Zuspiel. Doch dieser Wechsel brachte leider nicht die erhoffte Wende. Im Gegenteil, die Verunsicherung in der Mannschaft nahm weiter zu und wir konnten einfach kaum Angriffe im gegnerischen Feld unterbringen. Beim 5:12 nahm Trainergespann Cao/Püschel die zweite Auszeit. Doch weder diese Auszeit, noch der Rückwechsel im Zuspiel beim 8:19 konnte das Blatt noch einmal wenden. Nach 19 Minuten gaben wir unseren 1. Satz! in dieser Saison sang und klanglos mit 10:25 verdient an Jena ab.

Mit hängenden Köpfen wechselten wir erneut die Seite. Aufmunternde Worte von unserer Mona lockerten in der Satzpause enorm die Stimmung und entschlossen ging`s zurück aufs Feld. Jetzt wollten wir es besser machen. Wir spielten zwar besser, aber leider weit entfernt von unseren Fähigkeiten. Die Abwehr stand, doch die Angriffe, besonders über Außen und Dia wollten an diesem Tag nicht wie gewohnt klappen. Groß war weiterhin die Unsicherheit in unserem Spiel (6:9). Als Lichtblick in diesem Satz ist allerdings unsere Jule zu nennen. Sie hielt uns mit ihren erfolgreichen Einbeinern im Spiel und überzeugte im Aufschlag. Wir nahmen den K(r)ampf an und kämpften hart für jeden einzelnen Punkt. Auf der anderen Seite stand mit Jena jetzt eine hochmotivierte und selbstbewusste Mannschaft, die jede Chance zum Punkten erfolgreich nutzte. Zur Satzmitte (16:13) lagen wir jedoch in Führung und zum Satzende (22:20) konnten wir mit unserer Erfahrung diesen Vorsprung verwalten und gewannen Durchgang 3 mit 25:21. Doch Jena gab sich nicht geschlagen. Und wir hofften, den vierten Satz einfach nur zu gewinnen. Und genauso spielten wir auch. Einfach irgendwie den Ball rüber und bloß keinen Eigenfehler produzieren. Beim 6:7 lagen wir leider wieder hinten und Trainergespann Cao/Püschel versuchte durch den Wechsel Pussel/Lisa wenigstens die Lücken im Block zu schließen. Doch Jena enteilte auf 6:10 bzw. 14:17. Beim 14:18 erfolgte erneut der Rückwechsel und die Moral unserer Damen war am Boden. Doch von der Tribüne ertönten laute „Erfurt, Erfurt“-Rufe von unseren mitgereisten Fans. Sie gaben alles und übertönten sogar den „Studenten-Chor“ von Jena. Durch diesen grandiosen Rückhalt besannen auch wir uns endlich und kletterten Punkt für Punkt aus unserem Tief heraus. Heimtrainer Malinowski versuchte noch mit einer Auszeit beim 17:21 unsere Aufholjagd zu stoppen, doch wir kämpften und wurden am Ende belohnt. Mit einem kraftvollen und platzierten Angriff über Außen beendete Lolle unser Leiden und wir gewannen mit viel „Dusel“ den 4. Satz mit 25:23 und entführen drei weitere Punkte nach Erfurt.

Vor den Volleys Jena ziehen wir allerdings unseren Hut. Ihr habt super gespielt und mit so einer Leistung wird es auch ein schweres Rückspiel werden. Unser Dank gilt unseren tollen Fans: ihr seid super und ohne euch hätten wir heute definitiv nicht gewonnen!!!!! Jetzt heißt es Wunden lecken und fleißig trainieren. Erwarten wir am 01.12.2018 zum letzten Spiel in der Hinrunde die Mannschaft um die ehemalige Nationalspielerin Corinna Ssuschke-Voigt, den SSV Lichtenstein, um 19 Uhr in heimischer Halle.

Gelesen 1303 mal Letzte Änderung am Montag, 19 November 2018 18:05

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